Schlemmen auf dem Nachtmarkt. Meine Top 7! | Taiwan #asientrip

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Nachtmarkt Taiwan
6 Sep

Schlemmen auf dem Nachtmarkt. Meine Top 7! | Taiwan #asientrip

6. September 2013

Viele Taiwanesen essen nie zu Hause, da essen gehen einfach viel günstiger ist. – Vor meiner Reise nach Taiwan konnte ich es einfach nicht glauben. Essen zu gehen soll billiger sein als selbst zu kochen? Klar, es ist vielleicht leckerer, aber auch günstiger?
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Ja, ist es! Das merkte ich gleich am Abend nach meiner Ankunft in Taipei. Nachdem ich fast zwei Stunden mit dem Hostelbesitzer zusammen gesessen hatte und wir meine weiteren Tage geplant hatten, lud er mich zum Essen ein. Wir gingen zusammen mit seinem Sohn in ein kleines Restaurant in der Nähe des Rao-He-Street-Nachtmarktes.
Ich wählte eine vegetarische Nudelsuppe. Sie kam nach etwa fünf Minuten, war kochend heiß und umfasste genug Inhalt, um das ganze Lokal zu sättigen. Und das für nur 100 Taiwan Dollar (= 2,50 Euro, alle weiteren Preise direkt in €). Noch dazu war sie irre lecker! Das konnte kaum zu Hause zu diesem unschlagbaren Preis nachgekocht werden, denn Supermärkte gibt es hier nicht gerade wie Sand am Meer. Doch es ging noch günstiger: Auf einem der vielen Nachtmärkte.
Nachtmärkte sind bekannt für Asien. Während bei uns die Märkte bereits um 6 Uhr morgens öffnen und am frühen Nachmittag schon die Schotten dicht machen, beginnt das wilde Marktleben in Asien erst mit der Dunkelheit. Vermutlich liegt es daran, dass es dann etwas kühler wird. Die Nachtmärkte öffnen folglich bei Dämmerung und haben oft bis nach Mitternacht geöffnet.
Am besagten Abend und in den folgenden Tagen besuchte ich viele Nachtmärkte in Taipei, Hualien und Kenting. Hier präsentiere ich euch nun meine 7 liebsten Speisen!

1 – Frische Säfte.
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Mit einem frischen Saft begann und endete jeder Nachtmarktbesuch. Sie waren einfach unglaublich lecker, denn frische Säfte gibt es auf den Märkten in ALLEN Geschmacksrichtungen und mit den leckersten Früchten dieser Erde. Egal, ob Banane, Orange, Mango, Sternfrucht, Kiwi oder Drachenfrucht. Es liegen einfach alle Früchte bereit und werden für gerade einmal einen Euro zu leckeren Säften gemixt.
Tipp: Für die extra Portion Fruchtpower die Säfte am besten ohne Eis bestellen.

2 – Gegrillte Muscheln.
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Seit dem ich kein Fleisch mehr esse, bin ich immer auf der Suche nach alternativen Lebensmitteln. Muscheln sind keine Alternative – sie sind ein Segen. Ich liebe sie in allen Formen und Farben, ob roh, gegart oder eben gegrillt, wobei letzteres mein absoluter Favorit ist! Eine Schale gegrillte Austern kann für etwa zwei bis drei Euro gekauft werden. Andere Muscheln sind wesentlich günstiger. Allerdings sollte gerade auf den Nachtmärkten lieber drei, vier Mal an der Muschel gerochen werden, bevor sie im Rachen landet. Warum? Das erzähle ich ein anderes Mal. 😉

3 – Gegrillter Oktopus.
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Ich bin generell kein großer Fan von Weichtieren. Oft ist mir die Konsistenz einfach zu glibberig oder gar knorplig. Gegrillter Oktopus ist jedoch fest und entwickelt – wenn er mit den richtigen Soßen gegrillt wurde – ein fantastisches Aroma. Das muss einfach Mal probiert werden. Nie zuvor habe ich etwas gegessen, das das Prädikat „unbeschreiblich“ mehr verdient hätte. Ein Spieß kostet etwa 75 Cent.

4 – Sushi.
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Obwohl das heutige Sushi seinen Ursprung in Japan hat, kann auch in anderen Ländern Südostasiens ausgezeichnetes Sushi verputzt werden. Gerade auf den Nachtmärkten ist dieses super frisch und wird direkt hinter der Ladentheke zubereitet. An einer offenen Theke kann man sich die liebsten Sorten als Sushimenü zusammenstellen. Kostenpunkt: 1 Stück für nur 25 Cent.

5 – BBQ.
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Die wohl beste Erfindung seit es BBQ gibt, ist das Grillen auf den Nachtmärkten Taiwans. Aus einer riesigen Auswahl an Gemüse, Tofu, Fisch, Seafood und (wenn es sein muss) Fleisch können beliebig viele Stücke ausgewählt und in einer Box gesammelt werden. Diese werden dann an der Kasse abgegeben, analog des vorab ausgewiesenen Stückpreises (zwischen 30 Cent und 1,50 Euro) bezahlt und für dich gegrillt. Leider dauert das enorm lange. Alleine das Anstehen und Auswählen bis zum Bezahlvorgang dauert etwa eine halbe Stunde. Anschließend kann locker noch mal eine halbe bis dreiviertel Stunde für das Grillen durch die Grillmeister eingeplant werden. Aber das Warten wird mit dem ersten Bissen vergessen sein. Versprochen! Für die weiblichen Gäste lohnt sich die etwas längere Wartezeit sogar.
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6 – Taiwan Toast.
Die Asiaten sind die Könige des Kopierens. Das wissen alle, die schon mal ein 1€-Ladegerät in Hong Kong oder ein iPhone-Case in China bestellt haben.
Doch die Taiwanesen behaupten doch allen ernstes, dass Toast eine traditionelle Speise in Taiwan sei. Hä? Wer hat da denn geschlafen? Toast gibt es in Deutschland und Großbritannien doch schon seit Jahrzehnten.
Aber die Kopie aus Taiwan hat es wirklich in sich. Es handelt sich dabei um eine etwa sechs Zentimeter dicke Toastscheibe, die geröstet und anschließend quadratisch mit einer Schere geöffnet wird. In diese Öffnung werden dann die gewünschten Zutaten à la Thunfisch, Seafood oder Käse mit etwas Krautsalat gestopft. Anschließend wird der Toast-Deckel wieder drauf getan und der 1-Euro-Gaumenschmaus kann beginnen. Selbstverständlich gibt es auch eine Version à la Toast Hawaii mit Garnelen, Käse und Ananas. Ja klar, ihr habt´s erfunden!

7 – Honey Potatoes.
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Dass die Asiaten wahre Loser in „Nachspeisen“ sind, ist kein Geheimnis. Das soll mal einer verstehen. Da bekommt man den ganzen Tag über die leckersten Speisen der Erde serviert und muss für eine gute Nachspeise in den Supermarkt rennen und ein abgepacktes Eis kaufen. Ticken die Asiaten einfach zu deftig? Immerhin essen sie schon zum Frühstück Nudeln, Reis & Co.
Um so mehr freute es mich über die Entdeckung der „Honey Potatoes“, wie ich sie nenne. Das sind frittierte Kartoffelspalten, die anschließend eine Zuckerglasur mit etwas Sesam erhalten. Als Nachspeise sind die 1,10 Euro Fritten fast zu schwer im Magen, aber für das Geschmackserlebnis sollte dafür dennoch ein bisschen Platz gelassen werden.

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frisch gebloggt am 07. September um 2:15 Uhr malaiischer Zeit.
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Kommentare
  • Ines
    8. August 2016, 15:15

    Hab diesen Blog zufällig entdeckt, da wir in 2 Wochen für einen Tag/Nacht in Taipeh sein werden (bevor es weiter nach Bali geht 🙂 ). Bin schon sehr gespannt auf die Nachtmärkte! Danke für diesen kleinen Enblick. Eine Frage hätte ich allerdings noch: Kommt man mit Englisch gut durch, oder ist es ratsam sich vorab ein paar Wörter übersetzen zu lassen? Viele Grüße, Ines

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Steven Hille

Steven ist der Autor des nachhaltigen Reiseblogs Funkloch. Irgendwann dachte er sich, dass er nur noch Projekte realisieren sollte, die einen guten Nutzen haben. Aus dieser Idee heraus sammelte er Spenden für ein Tigerbaby, unterstützte ein nationales Bienenprojekt, baute einen Brunnen in Uganda und gründete mit Freunden die NGO WeWater, die sich für sauberes Trinkwasser einsetzt.

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