Kennenlernen von ehrlicher, zwischenmenschlicher Nächstenliebe

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7 Dez

Kennenlernen von ehrlicher, zwischenmenschlicher Nächstenliebe

7. Dezember 2014

von Svenja Pahmeier
Im Sommer 2013 war ich mit meinem besten Freund in seinem Heimatland Marokko – die Reise war ein besonderes Erlebnis für mich!
Auf der Reise war ich umgeben von liebenswerten Menschen, welche mir das Gefühl gaben willkommen in ihrem Land zu sein. Es war eine Reise, in welcher ich Einblick in die tolle Natur und ein Land voller Nächstenliebe erhalten habe. Aber gleichzeitig hat mein Freund mir auch bewusst arme Regionen gezeigt. Auf dem Land war es noch schön und einfach eine andere Welt. Die Bewohner lebten in selbstgebauten Lehmhäusern und versorgten sich größtenteils selbst. Schafe, Ziegen, Hühner und Esel laufen auf den naturbelassenen Wegen durch das Dorf und in den Öfen wird Brot gebacken. Einzelne Produkte können mit dem Motorrad aus der Stadt geholt werden, aber die Dörfer sind fern von Abgasen und Großstadtlärm. In den Familien und der Nachbarschaft kann auf Hilfe gesetzt werden und die Kindern spielen und lachen vor den Häusern.
Jedoch gab es in Städten auch den Kontrast von arm und reich zu sehen. Es gibt in Marokko leider arme Leute auf der Straße, welche keine Sozialhilfe vom Staat bekommen! Sie sind angewiesen auf die Hilfe ihrer Familien und ihrer Mitmenschen.
Im Sommer meiner Marokko-Reise hat mein Freund im Internet zur Mitarbeit aufgerufen, um in Form verschiedener Projekte, den Armen zu helfen. Die Idee soziale Projekte umzusetzen stieß auf Anklang. Es war toll zu sehen, wie viele junge Menschen Interesse an dieser Idee entwickelt hatten. Bei den einzelnen Projekten waren zwischen 10 und 60 Leute vor Ort und haben geholfen. Im Internet sind es inzwischen mehr als 700 Interessierte, welche einfach die Idee mögen oder regelmäßig bei Projekten mitarbeiten. Dadurch hat sich das Konzept inzwischen auf Nachbarstädte ausgebreitet, welche davon gehört haben und in ihrer jeweiligen Stadt sozial tätig werden, um Armen zu helfen.
Wir waren im Krankenhaus auf einer Kinderkrebsstation und haben Spielzeug und Essen an die kranken Kinder gegeben.
Besuch auf Kinderkrebsstation!
In einem Armenhaus haben wir Essen, Trinken und Kleidung an die Bewohner gegeben und die Zeit mit ihnen verbracht. Trotz ihrer Armut hatte ich das Gefühl, dass sie viel Wärme in ihren Herzen haben. Es war toll zu sehen, wie freundlich und glücklich sie unsere Gesten angenommen haben. Sie bekamen Essen und Kleidung geschenkt und nahmen diese Geschenke selbstlos an. Sie brachen das Brot in mehrere Stücke und gaben es weiter. Sie gaben die Milch erst wem anders bevor sie selbst etwas tranken.
Essen im Armenhaus
 
 
 
 
 
Säubern von Plätzen und Parks!
Den einen Tag haben wir Essen und Trinken an Menschen auf der Straße gegeben. Als wir zum Bäcker kamen und ein Sack voller Brote kaufen wollten, fragte er erfreut ob es eine Hochzeit geben würde, denn er war verwundert, wofür wir so viel Brot bräuchten. Als der Bäcker von der Idee hörte, das Brot umsonst an arme Leute zu geben, wollte er kein Geld mehr. Stattdessen schenkte er uns drei Säcke voll mit Brot, ohne etwas dafür zu verlangen. Mit dem gespendeten hochwertigen Käse, denn auch die armen Leute haben auch ein Recht auf gutes Essen und gespendeter Milch gingen wir auf die Straße und verteilten das Essen. Und auch hier aßen die Personen nicht alles, sondern brachen ihr Brot und gaben jeweils etwas weiter. Auf diese Weise brachten wir Essen und Kleidung an die unterschiedlichsten Personen und wurde von wunderbaren Lächeln bezahlt und der Erkenntnis, dass Richtige zu tun!
 
Seit dem kann ich nicht mehr Bus fahren, ohne alten Leuten Platz zu machen oder ihnen beim Aussteigen zu helfen. Ich lächele alten Menschen zu und freue mich, wenn ein Lächeln zurück kommt. Es ist so leicht Leuten eine Freude zu bereiten. Wie wäre folgende Idee: Wenn du das nächste mal beim Bäcker bist, kauf ein Teil mehr und gib es einem Obdachlosen auf der Straße! Mache dies jede Woche und lächele ihm zu. Du wirst dich wohl fühlen, wenn du so etwas machst und es ist schön, wenn andere dies sehen und es dir nachtun.
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Dieser Gastbeitrag von Svenja ist ein Teil des Funkloch Adventskalenders 2015, bei dem Reisende über “Gute Taten” berichten.
Eine Übersicht aller Adventskalender-Beiträge findet ihr hier.
svenja_PahmeierSvenja hat auf ihrem Blog travel-picture.de  euch die Idee für ein „Nächstenliebe-Spiel“ gegeben – schaut dort mal vorbei, spielt es und hinterlasst ihr einen Kommentar wie es euch gefällt.

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Steven Hille

Steven ist der Autor des nachhaltigen Reiseblogs Funkloch. Irgendwann dachte er sich, dass er nur noch Projekte realisieren sollte, die einen guten Nutzen haben. Aus dieser Idee heraus sammelte er Spenden für ein Tigerbaby, unterstützte ein nationales Bienenprojekt, baute einen Brunnen in Uganda und gründete mit Freunden die NGO WeWater, die sich für sauberes Trinkwasser einsetzt.