Nachhaltiges Wasserkraftwerk to go.

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17 Jan

Nachhaltiges Wasserkraftwerk to go.

17. Januar 2015

„Ich selbst bin mein ganzes Leben viel gereist und habe über 50 Länder besucht. Wunderbaren Menschen und Landschaften bin ich begegnet und will all die Erfahrungen nicht missen. Aber ich bin auch viel Ungerechtigkeit, Leid und Not begegnet und habe im Rahmen der Begutachtung mancher „Entwicklungshilfeprojekte“ feststellen müssen, dass nicht alles rund läuft auf unserer Erde. Nun habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, mich in dieser Welt so zu engagieren, dass sie etwas besser wird oder werden kann.“
 

Benedikt Schröder

einer von vier Köpfen hinter der Entwicklung
des kleinsten Wasserkraftwerkes der Welt
 
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Oft sind es die ersten Zeilen einer E-Mail oder die ersten Worte eines Gesprächs, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Worte von Benedikt haben mich nachhaltig erfreut: Er ist ein begeisterter Reisender, der sich jetzt für den Erhalt unserer Umwelt engagiert. Seit Jahren forscht er im Bereich der Wasserkraft. Irgendwann kam ein Wanderer auf ihn zu und fragte, ob er nicht auch ein mobiles Wasserkraftwerk entwickeln könnte.
Wanderer und andere Outdoorsportler sind den ganzen Tag in der freien Natur unterwegs. Und obwohl sie in der Natur sicherlich die Abgeschiedenheit genießen wollen, so benötigen sie doch einige technische Geräte, wie GPS-Gerät, Digitalkamera oder ein Handy für den Notfall. All diese Geräte brauchen elektrische Energie und diese ist in der Natur, ja ihr könnt es euch denken, nicht sonderlich reichlich vertreten.
Benedikt verstand die Problematik des Wanderers und machte sich ans Werk. Er wollte es dem Weltenbummler ermöglichen auch fernab der Wandererhütten und Zivilisation seine technischen Geräte mit regenerativer Energie aufzuladen.
Aus dem einfachen Wunsch der mobilen Energie entstand BLUE Freedom, das wohl kleinste Wasserkraftwerk der Welt. Es ist klein, leicht, einfach zu nutzen und belastet im Einsatz in keiner Weise die Natur. Selbst Fische brauchen sich nicht vor dem kleinen Gerät fürchten und Giftstoffe werden ebenfalls nicht abgegeben.
BLUE Freedom besteht aus zwei Teilen, einem Generator und dem Rotor. Der blaue Rotor muss zur Nutzung aus dem ihm umliegenden Generator genommen und in den Bachlauf oder Fluß getan werden.
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Folglich beginnt sich der Rotor zu drehen, der über eine 1,8 Meter lange Welle den Generator antreibt. Und fertig ist die selfmade Wasserkraft to go.
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Besonders spannend ist das kleine Wasserkraftwerk auch für Segler, denn während der Fahrt kann ganz einfach nachhaltige Energie produziert werden.
BLUE Freedom produziert ungefähr 5 Watt elektrische Energie je Stunde. Um ein iPhone 6 Plus mit einem 2.915 mAh-Akku zu laden, wird folglich eine Ladezeit von 1 Stunde benötigt. Das ist herausragend und besticht insbesondere dadurch, dass die Energie jederzeit gewonnen werden kann und selbst Powerpacks unterwegs wieder aufgeladen werden können.
wasserkraft nachhaltig to go blue freedom im einsatz iphone laden
Bei einem Stromverbrauch von aktuell 27 Cent pro kWh würden für den gleichen Ladevorgang zu Hause nicht einmal zwei Cent anfallen. Vergleichsweise ist der Energiebeitrag, den BLUE Freedom leistet keine Revolution, so dass sofort alle Kohlekraftwerke dicht gemacht werden könnten. Doch das war auch nicht das Ziel. BLUE Freedom ist Flexibilität, Innovation, sauber, grün und Energie zum Mitnehmen.
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Etwa 160,00 € wird das Mini-Wasserkraftwerk kosten. Benedikt und seine drei Start-Up Kollegen schwingen jedoch schon fleißig den Taschenrechner, so dass die grüne Wasserkraft günstiger und erschwinglicher wird. Anfang März werden sie ein Crowdfunding starten, um 50.000 € einzusammeln, die für Spezialwerkzeug und Produktion benötigt werden. Je mehr die Kampagne unterstützen, um so günstiger kann produziert werden.
Um BLUE Freedom schon jetzt zu unterstützen müsst ihr nichts weiter machen als euch hier für den E-Mail-Newsletter zu registrieren. Dann werdet ihr automatisch über die wichtigsten Neuigkeiten informiert und könnt euch später noch mal überlegen, ob ihr für das Crowdfunding gegebenenfalls etwas beisteuert.
 
Was haltet ihr von dem kleinen Wasserkraftwerk? Würdet ihr die 160,00 € für die Flexibilität und Sicherheit eines garantierten Energieerzeugers in die Hand nehmen und ein Gerät bestellen?

Kommentare
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    Markus
    18. Januar 2015, 14:47

    klingt nach einer super idee! bin beim crowdfunding dabei! wann gehts los?

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      Benedikt
      18. Januar 2015, 19:56

      Die Crowdfunding Kampagne wird am 1. oder 2. März starten. Registrier Dich einfach auf der Website von Blue Freedom unter http://aquakin.com/de/engagement/benachrichtigung/ und Du wirst rechtzeitig benachrichtigt auf welcher Plattform (Indiegogo oder Kickstarter) die Kampagne startet.

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        Benedikt Schröder
        25. Februar 2015, 13:00

        Der Starttermin für die Crowdfunding Kampagne steht nun fest. Es ist der 3. März um 17:00 Uhr. In der ersten Stunde gibt es eine besondere Überraschung.

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    Timo
    18. Januar 2015, 18:33

    Ich suche ja händeringend nach so einem Produkt, das auch genügend Power für einen Laptop produziert. Aber da muss ich mich wohl noch ein paar Jahre gedulden… Ansonsten eine schöne Alternative zu Solarpanels, für die man ja erstmal Sonne braucht 😉

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    Ulf
    20. Januar 2015, 14:34

    Find ich super. Würde ich gerne einen Bericht drüber machen. Von wo kommen die Erfinder?

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      Benedikt
      20. Januar 2015, 15:43

      Oder Du meldest Dich direkt bei mir mobil unter: 0151-16768931
      oder per Mail b.schroeder@aquakin.com

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    Claudia
    23. Januar 2015, 13:03

    Wow! Da sag doch nochmal einer, das nachhaltigkeit schwierig ist… Ich finde das ganz schön beeindruckend. Auch der Preis ist absolut angemessen, wie ich finde! Der nächste schritt ist dann vllt ein windkraftwerk für unterwegs 😉 klasse erfindung 🙂
    Grüße aus dem hotel weinmesser
    Claudia

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    Tobias
    22. März 2016, 12:58

    Wir haben Blue Freedom ausführlich getestet und hatten dabei einige Probleme mit der mechanischen Zuverlässigkeit. Unseren praxisnahen Testbericht findet Ihr unter http://www.pocketnavigation.de/2016/03/blue-freedom-usb-wasserkraftwerk-test/
    Wir sind sehr daran interessiert noch Meinungen und Erfahungen anderer Nutzer mit in den Bericht aufzunehmen, bitte meldet Euch bei uns wenn Ihr erste Erfahrungen mit Blue Freedom gemacht habt. Es ist ein tolles Produkt, aber ich denke es sind noch einige Verbesserungen gegenüber dem jetzigen Design nötig.

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    H. Lehner
    15. November 2016, 11:26

    Das Produkt Blue Freedom als sicher funktionstüchtige Innovation setzt zur jederzeitigen Nutzung ein Fließgewässer voraus. Dazu eine gewünschte, aber nicht unkritische Meinung.
    Dies bedingt
    – Nähe und Zugang zu einem geeigneten Fließgewässer bei jederzeitigem Ladebedarf
    – Schlechte Witterung bei Ladedauer eher nachteilig (bis Gewässervereisung)
    – Reißende Strömung bei Hochwasser eher nachteilig
    – Rotorhindernis Schwemmgut (ab Laub)
    – Mindestwassertiefe t = ? samt Über- und Unterströmung am Ufer
    – Mindeste Fließgeschwindigkeit am Ufer: z.B. bei Niedrigwasser v = < 0,30 m/s, v³ = 0,027
    – Leistungsbeiwert: cp max. = 0,59, Ist-cp = ?
    – Wirkungsgrad η = ? mechanischer und elektrischer
    – Leistung P = 1/2 * A * v³ * η; erforderliche P = ? bei Ladebedarf und welcher Ladedauer
    Bei letztgenannten Preis von über 250 € steht das FB im Wettbewerb zu den preisweiteren Handdynamos und Reserve-Akkus, die bei jederzeitigen Ladebedarf an jedem Standort bei Wanderungen nutzbar sind.
    Hele

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Steven Hille
Steven Hille

Steven ist der Autor des nachhaltigen Reiseblogs Funkloch. Irgendwann dachte er sich, dass er nur noch Projekte realisieren sollte, die einen guten Nutzen haben. Aus dieser Idee heraus sammelte er Spenden für ein Tigerbaby, unterstützte ein nationales Bienenprojekt, baute einen Brunnen in Uganda und gründete mit Freunden die NGO WeWater, die sich für sauberes Trinkwasser einsetzt.