Hiroshima, der friedlichste Ort auf Erden. Jetzt. | Japan #asientrip

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Hiroshima Japan
14 Aug

Hiroshima, der friedlichste Ort auf Erden. Jetzt. | Japan #asientrip

14. August 2013

Hiroshima, 6. August 1945
„Um 08:16 Uhr und zwei Sekunden explodierte die Atombombe in 600 Metern Höhe über der Innenstadt. Dort befand sich ein Krankenhaus, die Shima-Klinik. Eigentliches Ziel war die etwa 250 Meter entfernte T-förmige Aioi-Brücke gewesen. 43 Sekunden später hatte die Druckwelle 80 Prozent der Innenstadt dem Erdboden gleich gemacht. Es entstand ein Feuerball mit einer Innentemperatur von über einer Million Grad Celsius. Die Hitzewirkung von mindestens 6000 °C ließ noch in über zehn Kilometer Entfernung Bäume in Flammen aufgehen. Von den 76.000 Häusern der Großstadt wurden 70.000 zerstört oder beschädigt.
70.000 bis 80.000 Menschen waren sofort tot. Bei Menschen, die sich im innersten Stadtkern aufhielten, verdampften buchstäblich die obersten Hautschichten. Der gleißende Blitz der Explosion brannte Schattenrisse von Personen in stehengebliebene Hauswände ein, ehe die Menschen von der Druckwelle fortgerissen wurden. Die überwiegend unmittelbar bei der Explosion freigesetzte nukleare Strahlung tötete in den Wochen darauf zahlreiche weitere Einwohner, die zwar nicht der unmittelbaren Druck- und Hitzewelle zum Opfer gefallen waren, jedoch tödliche Strahlendosen erhalten hatten. Viele, die vor der unerträglichen Hitze an den Fluss geflohen waren und von kontaminiertem Wasser tranken, hatten daraufhin Haarausfall, bekamen purpurrote Flecken am ganzen Körper und verbluteten dann qualvoll an inneren Verletzungen. Insgesamt starben bei dem Abwurf samt den Spätfolgen bis 1946 unterschiedlichen Schätzungen zufolge 90.000 bis 166.000 Menschen.“
(Quelle: wikipedia.org/wiki/Atombombenabwürfe_auf_Hiroshima_und_Nagasaki)

Heute kann ich nicht von Jubel, Trubel & Heiterkeit berichten. Ich habe das Zentrum des Atomangriffs auf Hiroshima besucht. Es läuft mir noch immer ein Schauer über den Rücken, wenn ich an die Atmosphäre vor Ort denke oder die oben aufgeführten Zeilen lese. Ich schrieb bereits von Naturkatastropen, die nicht zu verhindern sind. Diese Katastrophe war von Menschen gemacht, war beabsichtigt und war zu verhindern.
Ich kannte die Ereignisse von Hiroshima und Nagasaki natürlich schon Jahre vor meiner Reise nach Japan. Noch nie ging mir ein geschichtliches Ereignis so nah. Aber noch nie hatte ich den Ort des Schreckens besucht. Heute steht hier der Peace Memorial Park.

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Der Blick in den Peace Memorial Park.

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Nur eine Wolke am Horizont und diese schwebt über der Atombomenkuppel. Was will uns der Himmel damit sagen?

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160 m rechts vom Dom und in 600 m Höhe explodierte die Atombombe.

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Der genaue geographische Mittelpunkt der Detonation.

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Der Dom bei Nacht.

Weil sich Emotionen am besten in Videos mit passender Musik beschreiben lassen:

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Steven Hille

Steven ist der Autor des nachhaltigen Reiseblogs Funkloch. Irgendwann dachte er sich, dass er nur noch Projekte realisieren sollte, die einen guten Nutzen haben. Aus dieser Idee heraus sammelte er Spenden für ein Tigerbaby, unterstützte ein nationales Bienenprojekt, baute einen Brunnen in Uganda und gründete mit Freunden die NGO WeWater, die sich für sauberes Trinkwasser einsetzt.