Outdoor-Aktivitäten in Hamburg: 10-mal Natur

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3 Dez

Outdoor-Aktivitäten in Hamburg: 10-mal Natur

3. Dezember 2021

Unsere Funkloch-Empfehlungen für die besten Outdoor-Aktivitäten Hamburgs.

Hamburg – was `ne Perle. Der Hafen, die Speicherstadt, die Reeperbahn und seit neuestem auch die Elbphilharmonie: Die Stadt ist divers, aufregend – und auch grün. Ja, wirklich. Hamburg ist erstaunlich nachhaltig. Das gilt für coole Cafés und Shops genauso wie für die wahre Natur, die sich so gar nicht nach Großstadt anfühlt.

Tatsächlich hat die Hansestadt weit mehr Park- und Naturanlagen als andere Metropolen ihrer Größe. So war sie sogar schon mal die Umwelthauptstadt Europas. Gut, das ist ein wenig her, aber die Natur, die ist geblieben. Kein Wunder, dass viele meiner liebsten Aktivitäten in Hamburg deshalb auch weniger mit Fischmarkt und mehr mit Outdoor zu tun haben.

Daher verlassen wir mal unsere Mutterstadt Berlin und schauen mal nach Hamburg rüber.

 

Die Metropolen-Klassiker:

1. Stadtpark mit Planetarium

Wie auch in der Stadt selbst gibt es im Stadtpark nichts, was es nicht gibt: Auf der Liegewiese in seiner Mitte kann man ruhig sein Abendbier genießen oder mit den Kindern Ball spielen. Na klar, der Stadtpark ist auch ein beliebter Treffpunkt für alle jungen Leute der Stadt. So kann man als Gruppenaktivität Volleyball spielen, picknicken und alles, was das Herz begehrt. Sogar einen Parksee hat der Hamburger Stadtpark zu bieten, um den herum sich Sportler*innen aller Art ihre Zeit vertreiben.

Die besten Aktivitäten im Hamburger Stadtpark? Das kommt ganz auf Lust und Laune – und natürlich das Wetter – an. Für Regen gibt’s im alten Wasserturm ein Planetarium – sie sind die Sehenswürdigkeit des Parks. Hier gibt’s Kunst und Kultur in allen möglichen Formen – also auch ein perfekter Sport für Indoor-Aktivitäten. Und wenn die Sonne scheint, lässt sich’s im Stadtpark auch einfach gut lesen und die Seele baumeln, denn Action gibt es bei den anderen Anlaufstellen für Hamburg Aktivitäten noch genug…

 

2. Die Elbe

… zum Beispiel an der Elbe. Hier kommen insbesondere Jogger*innen auf ihre Kosten. Und Radfahrer und Skaterinnen. Und selbstverständlich Kinder und Wanderlustige. Natürlich kann man am Elbufer auch genüsslich einen Kaffee trinken, Beine und Seele baumeln lassen und den Möwen lauschen, die quasi „Urlaub“ schreien.

Mit seinen toll ausgebauten Wegen ist die Elbe aber wie geschaffen für alles, was Bewegung bedeutet. Und wer sich ein wenig aus dem City Center rausbewegt, kann sogar am Elbstrand schwimmen gehen. Hier bietet sich der Elbstrand Wittenbergen an. Mit einer perfekten Mischung aus hellem und sauberem Sand und sattgrünen Bäumen ist er die perfekte Corona-Alternative zu den mediterranen Ferien. Versprochen.

 

Auf der Suche nach weiteren Insider-Tipps für die spannendsten Aktivitäten Hamburgs? Schau dich doch mal bei Steve im Blog um.

 

3. Planten un Blomen Park auf den Hamburger Wallanlagen

Hinter dem plattdeutschen Namen verbergen sich zwar einfach nur „Pflanzen und Blumen“. So minimalistisch, wie der Name daherkommt, ist dieser wunderschöne Park aber bei Weitem nicht.

Mit Musikpavillon, einem japanischen und einem Rosengarten, Wasserkaskaden, Spielplätzen und noch so viel mehr hat diese Hamburger Top-Sehenswürdigkeit für alle was zu bieten: Für Groß und Klein, abenteuerlustig und gemütlich. Auch Foto-Fans werden hier auf ihre Kosten kommen. Die Wasserspiegelungen, verschlungene Pfade und eine wunderschön kuratierte Blumenauswahl könnten nicht fotogener sein. Ohne Frage eine der schönsten Outdoor Aktivitäten Hamburgs.

 

Für Unternehmungslustige ein wenig außerhalb:

4. Fischbeker Heide

Wie auch bei ihrer großen Schwester, der Lüneburger Heide, ist auch die Fischbeker Heide besonders schön im Spätsommer. Denn zwischen Mitte August und Anfang September blüht die Heide und taucht die gesamte Umgebung in kräftiges Lila. Am südwestlichen Rand der Hansestadt gelegen, ist die Fischbeker Heide ein wunderschönes Naturschutzgebiet, das die Großstadt wirklich nicht erahnen lässt.

Hier gibt’s Natur pur – und das natürlich auch während der restlichen Zeit des Jahres. Wanderwege ziehen sich durch das Gebiet, die in wenigen Stunden locker zu entdecken sind. Wer einen Ausflug in die Fischbeker Heide plant, wird von einzigartiger Flora und Fauna empfangen. Wer hätte gedacht, dass Norddeutschland so viele coole Aktivitäten in einzigartiger Landschaft zu bieten hat?

Was Norddeutschland noch alles so an Insider-Tipps zu bieten hat, findest du hier.

5. Das alte Land:

Offiziell gehört das alte Land nicht mehr zu Hamburg, sondern zum Landkreis Stade. Letzterer beginnt aber exakt dort, wo die Hansestadt im Westen aufhört, und ist deshalb super einfach von der Stadt aus zu erreichen. Das alte Land ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Norddeutschlands. Klingt speziell, ist aber vor allem eins: Wunderschön.

Vor vielen hundert Jahren angelegt, fühlt man sich viele Jahrzehnte und beinahe schon Jahrhunderte in die Vergangenheit katapultiert, wenn man sich das alte Land als Aktivität von Hamburg aus vornimmt: Viele kleine Dörfer mit Fachwerkhäusern, Mühlen und natürlich: Obstbäumen, soweit das Auge reicht.

Das alte Land lässt sich besonders gut mit dem Rad erkunden, denn das Gebiet streckt sich nördlich an der Elbe entlang. Besonders lohnenswert sind die vielen kleinen Feste, die die Region – die übrigens auf dem Weg zum Weltkulturerbe ist – austrägt: Ob Blütenfest, Kirschwochen oder Apfeltage, sie alle zeigen die Einzigartigkeit der Gegend.

 

6. Wittmoor

Auch der Hamburger Norden kann nachhaltig und grün. Oben im Bezirk Wandsbek liegt der Geheimtipp Naturschutzgebiet Wittmoor. Verschiedene Wanderwege, teilweise aus Holzplanken, ziehen sich durch das letzte Hochmoor Hamburgs. Fast schon mystisch kommt diese Gegend daher, insbesondere, wenn sie in leichten Herbstnebel getaucht ist.

Vorsicht: Nach einem direkten Regenschauer sollte man bei seinem Besuch unbedingt sein Schuhwerk anpassen, da es sonst eine nasse Angelegenheit wird – der Name Moor ist Programm. Moore sind unglaublich wichtig im Kampf gegen den Klimawandel, da sie viel Co2 speichern. Das Wittmoor ist also ein nachhaltiges Ausflugsziel auf ganzer Linie und damit eine der besten Aktivitäten Hamburgs für richtige Nachhaltigkeit.

Planst du einen Hamburg-Trip? Dann informiere dich über die besten Insider-Tipps für spannende Aktivitäten in Hamburg.

 

Persönliche Funkloch-Lieblinge:

7. Bunthäuser Spitze

Hamburg ist in allen Himmelsrichtungen eine Reise wert: Die Bunthäuser Spitze im Südosten der Stadt ist dabei ein wirklich besonderer Ort. Denn die Elbe teilt sich hier für einige Kilometer in zwei Teile, die Norder- und Süder-Elbe, ein Binnendelta entsteht. Dort unten, auf dem äußersten Zipfel – der Bunthäuser Spitze – steht der winzige Leuchtturm Leuchtfeuer Bunthaus. Mit seinen knapp sieben Metern und dem bunten Holz sieht er aus, wie aus einer Miniaturnachbildung Hamburgs.

Klar, er ist zum absoluten Wahrzeichen der Landzunge der Elbinsel Wilhelmsburg geworden. Aber auch die Anreise lohnt sich. Langsam verwandelt sich der Hafen der Großstadt in wahre Natur. Mit der Elbe links und rechts der Binneninsel ist der Ausflug für alle spannend, zum Beispiel per Rad. Aber sogar diejenigen, die die Action – Aktivitäten Hamburgs ausprobieren wollen, kommen hier auf ihre Kosten: mehrere Wassersportangebote sorgen für Abwechslung.

 

8. Arboretum Ellerhoop:

Na gut, das Arboretum Ellerhoop ist vielleicht ein wenig geschummelt, denn Ellerhoop liegt circa 30 Kilometer vom Stadtzentrum Hamburgs entfernt. Aber was soll man machen, es ist einfach wunderschön und hat deshalb auch einen Platz bei den persönlichen Funkloch-Favoriten verdient.

Das Arboretum Ellerhoop ist eine wirklich liebevoll gestaltete kleine Anlage mit über 4000 verschiedenen Pflanzenarten! Eine davon ist der berühmte Lotus. Wenn er im Sommer blüht, fühlt man sich direkt von Norddeutschland in den Urlaub katapultiert. Aber auch zu anderen Jahreszeiten ist das Arboretum ein besonderer Ort, an dem man viel über Pflanzen und Geologie lernen kann.

Sogar Modelle von einigen pflanzenfressenden Dinosauriern findet man hier – eine perfekte  Aktivität mit Kindern bei Hamburg. Ein persönliches Highlight: Der leuchtende Bernsteinpavillon. Wunderschön!

 

9. Die Boberger Dünen

Huch, sind wir am Meer? Nee, im Osten der Hafenstadt. Nicht mal die Elbe fließt hier. Und trotzdem erstrecken sich weiße Sanddünen soweit das Auge reicht. Offiziell heißt dieser besondere Ort Naturschutzgebiet Boberger Niederung und umfasst mehr als nur die weitläufigen Dünen. Auch die Boberger Hänge mit Orchideenwiesen gehören dazu. Für Kinder sind die einmaligen Dünen ein toller Ort zum Spielen im Sand, aber auch als Fotomotiv sind sie sehr beliebt.

Als sonnige Aktivität Hamburgs sind die Boberger Dünen also für alle ein cooler Tipp. Insbesondere für jene, die vielleicht keinen ganzen Tagesausflug planen, sondern lediglich einige wenige Stunden etwas anderes als Hafenluft atmen wollen.

 

10. Der Hohendeicher See

Na klar, ein See fehlt noch auf der Favoriten-Liste. Dass der Hohendeicher See künstlich geschaffen wurde, hindert ihn nicht daran, ein naturnaher Ort in der Hansestadt zu sein. Ganz im Gegenteil: Inklusive der umliegenden Gegend ist der Hohendeicher See mit seiner ausgezeichneten Wasserqualität mittlerweile ein Landschaftsschutzgebiet, an dem sich viele Pflanzen- und Tierarten angesiedelt haben. Aber nicht nur für Hobbyortnitholog*innen gibt’s hier viel zu entdecken. Denn der See verspricht Action-Aktivitäten pur: Segeln, Windsurfen, Stand-Up-Paddeling, Segeln und im Winter sogar Eisbaden. Im Juni wird hier sogar ein Triathlon abgehalten – Lust?

Baden am Elbstrand, Pflanzen und Blumen erkunden, wandern in Moor und Heide, Dünen und Obstwiesen – es gibt nichts, was Hamburg nicht zu bieten hat – außer ein Gebirge, vielleicht. Aber wer braucht das bei dieser Auswahl schon?

 

Falls du nicht genug Insider-Tipps für deinen Hamburg-Trip kriegen kannst, findest du weitere tolle Aktivitäten Hamburgs im Hamburg-Guide von Steve.

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Mina Schmidt

Hey, ich bin Mina! Geboren in Berlin, bin ich schon immer gern unterwegs. Mich reizen Städte, Architektur und das urbane Leben, ich liebe Pflanzen, Natur und Kunst aber genauso. Ich bin durchs südliche Afrika getrampt und um für Frieden in Syrien zu protestieren quer durch Serbien gewandert. Ich durfte Machu Picchu sehen, im Antiatlas Rad fahren und in Tansania Interviews auf Swahili führen. Ich gehe stets der Fragestellung nach: Wie kann ich nicht nur ökologisch sondern auch ethisch nachhaltig reisen?